die magierin auf reisen

anders reisen
fahrradtouren
surfen
das wasser befahren
fremden wind um den ohren
frische luft
fremde welten
berge
flüsse
wildniss
zusammen alleine verbunden
campierend vagabundin
gesunde sonne
flirten mit dem meer

Samstag, 26. Mai 2012

traumwanderungen


traumwanderungen
am meer
ohne sinn und verstand
aus dem einzigen grunde
muscheln zu suchen
steine zu finden
hölzer aufzuheben
knöchelchen zu entdecken
bernsteine vielleicht
sonne
wind
geduld ohne ende
zeitlos
willenlos
sonnenverbrandte schultern
faltige nasenflügel
sonnensprossen blitzen
eine möwe schreit
ich schweige
schreie auch
und renne nackt in die brandung

Mittwoch, 23. Mai 2012

Freitag, 18. Mai 2012

lübeck

 lübeck, die mutter der hanse, heimat der manns, romanstadt buddenbrocks, wahlheimat von grass, grundgütiger sitz der niedegger marzipanheldinnen, marzipantorte, kaffeklatsch mit sahne, ohne ende die klischees, die ich in meiner seele gespeichert habe.
heute habe ich dort wieder einen besuch abgestattete, alleine und mit camera und neugierde aufs kleine, nebensächliche, bemerkenswert feine. kleine gässchen, kleine idyllen, nettes cafe und musik. aber das kam erst em ende. zuerst mal das entree.

lübeck ist eine hanse mit panoramaromantik


den verwegensten sträßchen und wegen in die idylle



und der privaten schau in die idylle selbst


am ende habe ich in einem neu eröffneten cafe gegenüber der musikhochschule
www.engelsbaeckerei.de
einen leckka mokka mit einem pfefferminzfudget allerliebster sorte genossen und eine ansichtskarte geschrieben. die musik war zu gast
gesänge klavier irgendwo aus den fenstern gegenüber...
zuhause noch summte mein kopf und in meiner eigenen idylle habe ich dann einen weiteren tag UNTERWEGS ausklingen lassen...




zum ausklang das motto der musikhochschule
ESSEN
TRINKEN
SCHLAFEN
SEX
MUSIK
oder aber alternativ
morgen
mittag
abend
nacht
MUSIK

unterwegs mit musik, ein lied auf den lippen oder im ohr
da wo gesungen wird da lass dich nieder
frohe menschen kennen schöne lieder

so also konnte ich die hanse als musikerin kennenlernen...

rundreise und kunst


 

 himmelfahrt haben meine schwester und ich eine rundreise gemacht. bad schwartau, bad seegeberg, dann wild über land die kleinsten strassen und horizonte, die das auge und die seele frei machen. hier gabs ein eis, dort einen cafe, und ich habe endlich ein gefühl dafür, wo meine schwester ihre arbeitsplätze hat... ansonsten geniesse ich streuobstwiesen, und ausblicke.











sonst siehe auch unterwww.buchholz-am-see.de













Donnerstag, 17. Mai 2012

Hamburg begrüßt seine Gäste




Wenn Eine eine  Reise tut, dann kann sie was erleben. In diesem Jahr will ich ja das touren auf eigene Faust und alleine, mit Auto, zu Fuß und per Fahrrad üben. Es geht ums unterwegs sein und erleben, wie die Wirklichkeit unwägbar und lebendig erscheint. In diesen Tagen bin ich bei meiner Schwester in Schleswig Holstein. Ein kleines überschaubares Dorf, ein großer See, Tiere, wirkliche Stille, wahrhaftige Dunkelheit nachts, Wetter, Natur…
So machte ich mich also auf den Weg und kam ersteinemal  davon ab. Bevor ich mich versah, landete ich in Hamburg. Leute, es wird immer gesagt, es wäre schwer, in Hamburg Fuß zu fassen und da reinzufahren. Kann ich gar nicht bestätigen. Ich hätte zwei Abfahrten zuvor von der Autobahn abfahren müssen. Meine Schwester hatte mir die richtigen Verbindungen am Telefon gesagt. Ich hatte mir im Kopf aber völlig anderes zurechtgelegt.
Zurück nach Hamburg. Ziemlich bald fuhr ich in eine unbelebte Nebenstraße und rechts ran. Ich wollte einen Café am Wasser trinken. Wenn ich schon mal hier wäre, dann wenigstens das. Ich war schon öfter in Hamburg, mir ist diese Stadt sympathisch. Aber noch nie unterwegs mit dem Auto. Ein netter älterer Herr kam des Wegs und ich fragte ihn, ob er hier in der Nähe ein gemütliches Café am Wasser kennen würde. Er schaut mich an, das Auto und ich wog ab, wie er den Eindruck aufnehmenden könnte. Mein Auto war voll mit Vogelschiss und Blüten, ich sah komplett nach Ferien aus, helle Hosen, heller Pullover, Bernstein und Holzschmuck, Sonne im Gesicht. Seine Erscheinung war eher helmutschmidtohnekappe aber grade und mit Lebenserfahrung, also so um die 70 rum und vertrauenerweckend auf mich.
,„moinmoin“,  es war immerhin 17.30 Uhr und
 „jooh“, kams nach einer Weile des gegenseitigen Abwägens.
„aber wir se dahinkommen, ich weiß nicht so recht, wie ich das beschreiben soll.“
Er überlegte ernsthaft.
Ich: „haben sie was vor?“
„nöö nich so direkt.“
Ich: „na wollen sie bei mir einsteigen und mich dort hin chauffieren?“
„jooh, warum nich!“ er lachte breit.
Er stieg ein ohne Umstand, schnallte sich an ohne Probleme oder Widerhaken, mit klaren Worten wies er mir den Weg und zeigte mir ganz ruhig einen Parkplatz. Ein Café am Wasser…
Ich: „wenn sie nichts vorhaben, wollen wir zusammen Café trinken? Ich würde das schön finden.“
„jooh, das kann gut angehen, machen wir genauso.“
Und ab dann übernahm er, aber ganz ohne Machogebaren. Es stellte sich schnellraus dass er dort Stammgast war, einen guten Geschmack und Ansprüche an Lebensmittelqualität  hatte und die Speisenkarte auswendig hersagen konnte. Seine Empfehlung an mich war eindeutig, ein Pharisäer für ihn und einen für mich. Den Alkohol von wegen Autofahren ließ er nicht gelten, den würde ich durch Kuchen ausgleichen, eine  Sylt er Himbeerschnitte, hausgemacht. Der Café aus einer Traditionsfirma  hausgeröstet, dass er den Alkohol nicht selbst gebrannt hatte war wirklich alles. Ich dachte, nimms wie es kommt, es fühlt sich total entspannt an.
Wir unterhielten uns über Hamburg und ich erfuhr, dass er Olv hieß und ursprünglich aus Dänemark kam und in seiner Jugend der Liebe halber hierhergezogen war und sein restliches Leben mit dieser Liebe verbracht hatte. Krebs hatte seinen Partner das Leben gekostet und so lebte er erst seit zwei Jahren alleine. Sein alter 85 Jahre, er wirkte erheblich jünger. Sein Beruf war der des Cafeverköstigers, sein Leben lang kostete und spuckte er Café für ein erfolgreiches Caféhaus. Er war sozusagen meine beste Wahl für meinen  Cafetrinkenwunsch hier in Hamburg. Als ich ihm erzählte, dass ich am liebsten Jacobs Café Krönung trinke und aus unerfindliche gründen immer wieder darauf zurückkomme im Hausgebrauch, lachte er…“der Café ist gut“, betätigte er mir, die fahren eine hohe Qualität und daran ist nichts auszusetzen. Aber…sie hatten  wahrscheinlich noch nie die WIRKLICHE CAFEWAHL,  dann würden sie anders entscheiden…vermutlich…und würden selber rösten…ich habe das gelernt…unschätzbar für den eigenen Genuss.“
Am Ende tauschten wir Adressen und er versprach mir bei meinem nächsten Besuch, mir diese Kunst vorzuführen. Wir trennten uns vor dem Café, er wohnte dort nahe und ich machte mich zurück auf die Autobahn Richtung Berlin, um zwei Abfahrten später die richtige Strecke und am Ende meinen Platz bei meiner Schwester zu finden.
Ein Abend Spaziergang am Ratzeburger See beendete romantisch diesen ersten Tourentag.
Am nächsten Morgen dann begrüßeten mich DIE HIER,  ABER AUCH GENAUSO:



und der sensationelle Ausblick auf die wunderschöne Streuobstwiese.


Der Vorteil von so einer Tour und Unterwegssein: das Leben überwältigt  und beschenkt mich, ich fühle mich lebendig und reich.
Der Nachteil: wenn es denn einer wäre, ich denke nicht einen Moment lang ans Fotografieren, ich will einfach nur sein.


Morgen besuche ich Lübeck und habe vor, viel zu fotografieren. Bis dann...habt einen schönen Himmelfahrts Tag und glaubt den Männern nicht...am Ende fahren wir alle zum Himmel und es gibt keinen Grund, diesem Tag noch andere Namen zu geben...

Freitag, 4. Mai 2012

mutter fourage



heute waren wir bei mutter fourage
www.mutte-fourage.de
um nach pflanzen für den garten und nach neuem für den balkon
zu suchen.
wir wurden fündig, an wünschen, die weit vergraben aus dem vorjahr hervorkrochen.
eine wildrose hagebutte gabs, klein und buschig, da mußten wir zugreifen.
zwar habe ich aus kernen welche vorgezogen, aber bis die etwas werden, bedarf es noch geduld, und warum sollen sie sich nicht später dazugesellen.
zudem kaufte sich meine freundin melisse und nachher fragten wir uns warum, in meinem garten sprießt und wuchert sie nur so.
dann gabs eine kleine steinbrechpflanze für eine schale zur dekoration


und schnickschnack.








mutter fourage liegt zwar noch innerhalb berlins, ist aber eine naherholungstour nach dahlem richtung potsdam.
sehr ambitionierte kulturstätte,
kultur bedeutet eben
nahrung
cafe
bioladen
galerie
pflanzen nach demeter tradition
und in allen bereichten ebenso ambitioniertes fachpersonal.
ein cafe oder mittagessen gehört zum einkauf und aufenthalt dort dazu.
immer wieder unbedingte termine dort
sind
DER FRÜHLINGSZAUBER
und
DER HERBSTBASAR.
dazwischen feine konzerte und lesungen
abende zum treffen mit freundinnen in lauschiger natur
sonntage mit torten und cafespezialitäten
ausgewählte weine und qualitätssäfte

einer meiner lieblingsorte in meiner heimatstadt.
was den kaufrausch angeht vergleichbar mit buchhandlungen...tststststs....

ein schönes wochenende euch