die magierin auf reisen

anders reisen
fahrradtouren
surfen
das wasser befahren
fremden wind um den ohren
frische luft
fremde welten
berge
flüsse
wildniss
zusammen alleine verbunden
campierend vagabundin
gesunde sonne
flirten mit dem meer

Sonntag, 17. Juni 2012

FAHRRADTOUR BERLIN JWD janz weit draussen


War das schön! Eine Fahrradtour an der Havelchausse und quer durch Berlin

Schon lange hege ich diese Idee: einmal auf dem Rad die ganze Havelchaussee entlang und dann…ja was dann? Das war immer die Frage. Und wie das Vorher regeln, durch die ganze Stadt…ohne schon vorher müde zu sein…
Letzte Woche dann die Idee. Ich kaufe mir zu meiner Umweltkarte noch eine in der Zeit gleitende Fahrradmonatskarte hinzu(mit 9€ bin ich dabei) und fahre Teilstrecken mit der BVG.
Gesagt getan, raus aus dem Bett, von 5-13 Uhr gehört Berlin mir alleine, die Berliner schlafen lang. Cafe in die Thermoskanne, einmal Stullen fürs Picknick, also Frühstück, Obst, Badesachen, Regenjacke und um 8.45 Uhr ging es ab durch die Mitte. Vom Nollendorfplatz bis nach Westend in der U2. Von dort über Steubenplatz  Richtung Olympiastadion.

 Ruhleben ist ein beschaulicher Teil von Charlottenburg. Ein bisschen betucht und gediegen, ohne Perlenkette geht die Westendlerin nicht zum Brötchenholen.
Olympiastadion, Glockenturm, Waldbühne und dann hinter der Eisbahn runter zur Havelchaussee.


Rupenhorn, Postfenn, Schildhorn, Grunewaldturm




 Berlin liegt mir einsam zu Füßen








 Jetzt kann ich auch dies, alle Gänge ausfahren bei den Steigungen. Der Vorteil des Radweges sind die Einblicke in kleine Furten, die heimliche Plätze am Wasser offenbaren, so wie auch mir, mein Picknickplatz hätte geschützter und einsamer gar nicht sein können.










Der Nachteil des Fahrradweges sind die vielen Unebenheiten, die die Abwärtsfahrten nach den Steigungen versauen, so dass am Ende auch ich auf die Fahrbahn ausgewichen bin.
Der Badeplatz ganz phantastische. Hier zeigt die Regenjacke ihre Qualitäten als Decke gegen den nassen Sand, denn in Berlin regnet es seit Wochen. Cafe, selbstgebackenes Brot, Badeanzug, alle raus. Segelboote kreuzen draußen auf dem bewegten Wasser, Muscheln und eine große Schwanenfeder sind die Naturgeschenke. Ganz weit draußen ein Wasserskieteam und eine Segelschule mit den kleinen OKJollen. Eine kleine Oase.
Am Ende der Havelchaussee dann gibt’s die Wahl: Rechts nach Wannsee links nach Charlottenburg über den Königsweg, nur für Fahrräder, Skater und Fußgängerinnen nutzbar. Ausgeschildert steht dort: bis zur Siegessäule sollen es nur 4,9 km sein. Kann ich das schaffen? Ich beschließe, es zu versuchen. Ein Weg zwischen Avus und Grunewald.



Die Avus nervt… beim nächsten Mal probiere ich einen Querfeldeinweg durch den Grunewald, diesmal eben der Königsweg. Dort dann die ersten Menschen, Rennradfahrer beim Training. Dann endlich erreiche ich Charlottenburg, Eichkamp, kleine Häuser, etwas langweilig, etwas zu Avusnahe. Vorbei an den Messehallen, die Kantstraße entlang, kein Auto…nichts…pure Sonne…vorbei am Lietzensee. Dann die Idee am Augustplatz bei einem Lieblingseisladen Cafe zu trinken.









 Auch hier habe ich den Eismichel vollkommen für mich. Ich kaufe mir einen Tagesspiegel, bestelle mir eine Kugel Schokoladeneis und einen Cafe.
Im Tagesspiegel ein Nachruf auf die von mir hochgeehrte Margarete Mitcherlich...Berlin ist klein an diesem Morgen, um die Ecke kommt meine Analytikerin, lachen, sie holt Frühstücksbrötchen.
Ich werde es schaffen bis Nachhause auf dem Rad. Vorbei am Dephi, meine Lieblingskino und dem Theater des Westens. So kanns gehen mit dem Fit werden. Das Gedicht zur Fahrradtour findet ihr unter
Ich war um 13.15 Zuhause, da steht die Berlinerin auf und betritt die cafes. Ich legte mich auf den Balkon und ging am Nachmittag aufs Lesbisch-Schwule Straßenfest. Ein toller Tag.


Die Fahrradfahrerin ist glücklich