die magierin auf reisen

anders reisen
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zusammen alleine verbunden
campierend vagabundin
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flirten mit dem meer

Sonntag, 19. August 2012

DER SPIRIT IM ALLGÄU


DER SPIRIT IM ALLGÄU/ Wanderwege, Kirche und Friedhof in Bad Grönenbach




Gehst Du am frühen Morgen
Oh Wanderin hier vorbei
Weißt Du nicht obs der Letzte
In Deinem Leben sei

Und wenn zur Mittagsstunde
Du solch ein Feldkreuz siehst
So bleib ein wenig stehen
Ehrfurchtsvoll seis gegrüßt

Und wenn Du dann am Abend
Dein Tagewerk vollbracht
So richt den Blick nach oben
Und zu der Sternen Pracht




Dies Gedicht gefällt mir gut, es lädt zu einer umfassenden Tageschau ein, sperrt nicht aus und steht schlicht am Wegesrand. Wenn ich morgens vorbeilaufe, dann erinnere ich mich der Gegenwärtigkeit unserer aller Existenzen und der meinen insbesondere, die es für mich hat.
Heute war ein ruhiger Tag. Morgens ein Spaziergang zum Schloss mit einem Lehrgarten für Bauerngärtnerinnen, am Nachmittag ein Spaziergang zur Post und danach über den Friedhof und die Kirche.


Ich mag es sehr, einige Kerzen zu entzünden, über Menschen und Anliegen zu meditieren, in dem ausliegenden Buch etwas zu lesen oder auch selber zu schreiben, mich der Seite des Lebens zuzuneigen, die vielleicht im Schatten liegt oder die Wünsche zu nähren, die ihrer Umsetzung langsam entgegekommen...reinschwingen ins Leben...



Die Rituale im Ruhigen, der wilde Tanz des Lebens und der Ort des Todes, seine Zeichen…da ich nicht katholisch sozialisiert bin, kann ich den Weihrauch ohne Assoziationen einatmen und die Gesten und Symbole der Spiritualität genießen.




Der Sternenhimmel leuchtet zur Zeit prächtig, die Sternschnuppen nehmen kein Ende…die Sonnenaufgänge glühen feuerrot…so viel Natur…ich danke innerlich und atme alles ein…und nach wie vor begleiten mich FORTUNA (und ich fühle mich reich beschenkt hier) und HEKAtE auf dieser Reise…Fortuna für die Art des Reisens und HEKAtE unterstützt mich auf dem Weg bei der Suche nach meiner beruflichen Orientierung und da bin ich hier im Wald und an den Wegkreuzungen natürlich richtig.
Hier in der Natur und mit der Zeit verfliegen meine Traurigkeit und die Erschöpfung. Ich empfinde die Begegnungen und Wanderungen und die Spiritualität als heilende Kräfte.
Hermann Hesse schreibt im Peter Camenzind:
„Die Trauer fliegt auf den Flügeln der Zeit davon.“
Erst kürzlich las ich einem ZEITartikel, dass dieser Roman sein Befreiungsschlag von seiner ersten Depression war und er da die therapeutische Wirkung seiner Berufung als Romanautor entdeckte.





 GEDICHTE AUF REISEN/ Keine wird gefragt

Keine wird gefragt
wann es ihr recht ist,
Abschied zu nehmen,
von Menschen
Gewohnheiten
und sich selbst.
Irgendwann heißt es
sich 
auszusetzen
auszuhalten
anzunehmen
im Schmerz ebenso
wie in der Freude




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